Jan 5, 2012
SEO
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Google Webspam Team vs. Google Chrome – ein Gigant bestraft sich selbst

Es kommt nicht allzu oft vor, dass solch einen Raunen durch die SEO-Szene geht, wie es in dieser Woche geschah. Schadenfreude wollen wir dabei selbstverständlich keinem der hart an den Rankings arbeitenden SEOs unterstellen ;-) Was war passiert?

Im Zuge der Google Sponsored Post Campaign (Search Engine Land berichtete) gekaufte Links – genauer gesagt scheinbar lediglich ein einziger, nicht mit dem „nofollow“-Attribut gekennzeichneter Link in einem Blog – sorgten dafür, dass der Startseite des Chrome-Browsers Anfang dieser Woche von Googles hauseigenem Webspam Team eine manuelle Penalty verpasst wurde. Seitdem ist die Google Chrome-Startseite nicht mehr unter den Top-Ergebnissen zum Suchbegriff „Browser“ zu finden, sondern dümpelt nur noch auf den hinteren Plätzen der Top100 vor sich hin.

Matt Cutts wies in seiner Stellungnahme zur Chrome-Penalty darauf hin, dass diese mindestens 60 Tage andauern wird und dass während dieser Zeitspanne auch der PageRank der Chrome-Startseite herabgesetzt wird. Danach kann jemand aus dem Chrome-Team einen Wiederaufnahmeantrag einreichen, darin die Verbesserungen / Fehlerbehebungen deutlich machen und für die Zukunft Besserung geloben.

Noch nicht einmal für die eigenen Google-Websites wird also eine Ausnahme hinsichtlich der Richtlinien für Webmaster gemacht,  - zumindest scheint es das zu sein, was allen SEOs dieser Welt mit dieser Aktion Respekt einflößen soll. Andererseits wäre der Skandal aber vermutlich noch viel größer, wenn Google sich selbst nicht an die Richtlinien halten müsste. Was will Matt Cutts uns mit dieser Fingerzeig-Aktion sagen? Richtig:

  1. 1. “Ihr sollt keine Links kaufen!”
  2. 2. “Wenn wir rausfinden, dass ihr Links gekauft habt, um daraus einen Nutzen zu ziehen, werdet ihr bestraft!”
  3. 3. “Wenn ihr unbedingt Links kaufen müsst, dann sorgt dafür, dass sie mit „nofollow“ gekennzeichnet sind!”

Auch wenn sich die ganze Internet-Welt wegen des (scheinbaren?) Fauxpas des Google-Teams schadenfroh zeigt, konnte Google das Ganze doch nutzen, um ein positives Image zu pflegen und den eienen Browser „Google Chrome“ zu promoten. Chrome war in aller Munde – trotz schlechtem Rankings – Google selbst ist ehrlich, brav und konsequent und  schreckt auch nicht davor zurück, sich selbst eine Penalty aufzuerlegen. Darüber hinaus wurde für alle SEOs ein Exempel in Sachen Linkkauf statuiert.

Google Webspam Team vs. Google Chrome – ein Gigant bestraft sich selbst, 5.0 out of 5 based on 1 rating


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